In den Medien wird kaum noch Notiz davon genommen, welche Haltung oder Position die Katholische Kirche zu aktuellen Fragen einnimmt. Seit Papst Franziscus seine Enzyklica "Laudato-si" zum Themenbereich Umwelt- und Klimaschutz veröffentlichte und dabei deutliche Worte fand, interessiere ich mich für Verlautbarungen des Heiligen Stuhls. Besonders aufmerksam verfolge ich, was Papst Leo XIV. verlautbart.

Ganz aktuell empfehle ich allen die Lektüre der Rede des Papstes Leo XIV. anlässlich des Neujahrsempfangs des Diplomatischen Corps am 9. Januar 2026. Unmissverständlich weist er dabei auf die Bedeutung des Völkerrechts hin:

Er bricht eine Lanze für die Vereinten Nationen und ermuntert diese, ihre Aufgabe couragiert wahrzunehmen und sich der Herausforderung, nicht nur der Situation der Nachkriegszeit, sondern der Situation der heutigen Welt gerecht zu werden.

Verdeckte Kritik an Donald Trump

Man weiß, wer gemeint ist, wenn es da heißt: Die Bedeutung der Worte wiederzuentdecken, ist möglicherweise eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit.. Noch deutlicher wird er in dieser Passage:

Kritik am Umgang mit „Meinungsfreiheit im Westen

Über Trump hinaus adressiert er seine Kritik im Umgang mit Worten und Meinungsfreiheit vorrangig an den „Westen”:

Bedrohung der Menschenrechte durch alternative Rechte

Als Plädoyer für einen Universalismus darf der wiederholte Hinweise auf Menschenrechte gelten, vor allem in der Ausdrücklichkeit, in der Papst Leo XIV. das tut. Er zieht sich nicht auf Gottes Gebote zurück, sondern zeigt, dass Menschenrechte für die Katholische Kirche grundlegende Rechte darstellen, für die auch die Kirche einstehen will.

Eine Ermahnung an alle Autokraten und Oligarchen

Papst Leo XIV. zitiert Augustinus und lässt keinen Zweifel, dass er mit ihm übereinstimmt:

Krieg in der Ukraine und Krieg Israel/ Gaza

Direkt sprach Leo XIV. den Krieg in der Ukraine an, die Dringlichkeit eines sofortigen Waffenstillstands und eines Dialogs, der von der aufrichtigen Suche nach Wegen zum Frieden geprägt ist. Ebenso deutlich nimmt der Heilige Stuhl Stellung zum Krieg in Israel.

Ich kann wieder nur einladen, die gesamte Rede des Papstes Leo XIV. zu lesen und sich von der Klarheit und Deutlichkeit der Aussagen anregen zu lassen.

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