Meine Hemden trage ich, bis der Stoff an Stellen dünn und durchscheinend wird, bis er fadenscheinig ist. Bis dahin haben sie schon einen Weg hinter sich: vom Ausgehhemd, über das Tragen zu Hause und schließlich als Arbeitshemd im Garten oder bei Handarbeiten. Dann erst nehme Hemden aus meiner Garderobe.
In den letzten Jahren habe ich begonnen, meine Socken, so sie denn ein Loch haben, was allerdings selten vorkommt, zu stopfen, was ich auch bei kleineren Löchern in anderen Textilien mache - eine durchaus entspannende Arbeit.
Herausfordernd ist es, zu entscheiden, wann ich mich von einem gewohnten, gern getragenen Kleidungsstück trennen muss, weil es erschöpft ist und eine Reparatur nicht mehr wirklich hilft.
Diese Gelassenheit im Umgang mit Abnutzung und Alterung bei meiner Kleidung unterstützt meinen Umgang mit dem eigenen Altern, den Abnutzungen, Verletzungen und der zunehmenden Dünnhäutigkeit.
Alles geht seinen Gang.
© 2026 von Dr. Conrad Lienhardt
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