Bafler, Schwätzer der Sonderklasse, wie es Martin Lüdke nannte, haben es noch nicht einmal in den Duden geschafft. Dort findet sich allenfalls "Bafel", "das Geschwätz" und "bafeln" "schwatzen". Dabei trifft man Bafler zu Hauf in der Politik, der sogenannten Gesellschaft und auch in der Wirtschaft sind Bafler weit verbreitet. Selbst in der Wissenschaft scheinen Bafler keine Ausnahmeerscheinung mehr zu sein. — Ist der Bafler, der neue Dandy?

Bafler sind nicht besonders widerständig, eher feig und sie sind häufig mit einer größeren Portion Opportunismus ausgestattet. Es sind überwiegend Windbeutel und Wichigtuer. Zumeist sind sie ermüdend, nur sehr selten unterhaltsam. Sie sind aber eigentlich harmlos. In größeren Ansammlungen verstärkt sich ihr Bafeln zu raunen und es wird dabei häufig lauter. Ressentiments sind ihr Nährstoff.


Wer etwas über den Tellerrand hinaus liest, kennt sicherlich Bohumil Hrabal. Und wer Bohumil Hrabal gelesen hat, hat auch Die Bafler (1964, dem Jahr in welchem ich angefangen habe, Lesen und Schreiben zu lernen) gelesen.

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