Unter der Überschrift "Wir lesen bald im virtuellen Raum", schreibt eine Journalistin der Salzburger Nachrichten: "In ein Buch zu versinken und in die darin vorgezeichnete Welt einzutreten, verbindet man zunächst mit einem Vorgang, der nur im Kopf stattfindet. Doch nun wird dieses Eintauchen in ein Buch zur Realität: Mittels VR Brillen werden wir Bücher künftig in einer neuen Dimension erleben können."  

Sieht man davon ab, dass VR etwas anderes ist, als die von der Journalistin unterstellte Realität (da hoffe ich, dass sie nie im Politik oder Wirtschaftsressort arbeiten wird) hat sich die Journalistin wohl nie wirklich mit den Fähigkeiten des menschlichen Gehirns auseinander gesetzt und wohl noch viel weniger, mit dem Prozess, wie VR produziert wird. Es ist betrüblich, in welchem Maße Journalist*innen die Fähigkeit zum kritischen Denken abhanden kommt, von kritischem Journalismus, der ohne kritisches Denken nicht vorstellbar ist, ganz zu schweigen.

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