Die Fronleichnamsprozession ist einer der Höhepunkte im Festkalender Wegscheids, der Gemeinde und der Pfarre und die Station bei der Kohlbauerkapelle ist ein ganz besonderes Glanzlicht.

Es ist ein herrlicher, sonniger Tag, traumhaftes Wetter für die Fronleichnamsprozession in Wegscheid. Alles ist vorbereitet. Die Straßen sind mit jungen Birken und Fahnen geschmückt, die Altäre gerichtet und alle sind in bester Stimmung.
Nach dem Gottesdienst nehmen Vereine, der Gemeinderat, Familien und viele aus und um Wegscheid, die Ministranten und der Pfarrer Aufstellung.

Die Prozession führt, begleitet von Böllerschüssen durch ganz Wegscheid und macht an vier Altären jeweils halt. Der erste Altar, hier wird das Matthäus-Evangelium gelesen, ist nur einen Sprung von der Kirche entfernt, vorm Haus der Familie Lamperstorfer. Dann geht es im Bogen um die Kirche, die Mühlgasse hinunter bis zur Kohlbauerkapelle. Die Blaskapelle schwenkt ein, der Chor formiert sich, der Prozessionszug umrundet die Kapelle bis der Pfarrer mit dem Allerheiligsten in der Monstranz unterm Himmel vor dem Altar zu stehen kommt. Es wird gebetet und der Pfarrer hält nach der Lesung aus dem Markus-Evangelium eine kurze Ansprache.
Dabei betont Pfarrer Anzeneder, dass der Altar bei der Kohlbauerkapelle den öffentlichen Anliegen gewidmet sei. Das ist Zuspruch und Aufmunterung zugleich. Es ist auch ein besonderer Platz im Herzen des Marktes.
Die Prozession zieht dann die Adalbert Stifter Straße hinauf und macht beim dritten Altar vorm Krankenhaus Station für eine Perikope aus dem Lukas-Evangelium. Von dort geht es die Marktstraße zurück Richtung Kirche. Beim letzten Altar am Marktplatz wird aus dem Johannes-Evangelium vorgetragen.
Es ist eine feine, entspannte Demonstration, mehr ein Ausflug als ein Marsch. Auch wenn nicht mehr ganz so viele daran teilnehmen wie ich das aus meiner Kindheit und Jugend erinnere, ist es doch ein ganz besonderer Höhepunkt im Gemeindeleben und eine feine Tradition.







© 2026 von Dr. Conrad Lienhardt
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