Im Jahresverlauf ist Fronleichnam für die Kohlbauerkapelle in Wegscheid ein besonderer Festtag: Sie wird mit viel Engagement für die Prozession herausgeputzt.

Kurz nach Sonnenaufgang, um fünf Uhr früh am Morgen von Fronleichnam trafen sich vier Frauen bei der Kohlbauerkapelle in Wegscheid: Frau Elsa Falkner aus Fronau, Frau Hedi Resch aus Großrathberg, Frau Maria Schäffner-Hauer aus Hartmannsreuth und Frau Erika Schäffner-Hofbauer aus Wegscheid. Still, aber gut gelaunt gingen sie ans Werk, während ringsum in der Nachbarschaft die meisten noch schliefen.
Was sie vorhatten, war gut vorbereitet, schon am Vorabend und mit Unterstützung von weiteren Frauen des Frauenbundes. Sie hatten ein gutes Motiv gefunden, Blütenblätter und Grün geschnitten, Maiskörner und Erde besorgt und den Blütenteppich sorgsam auf einer Spanplatte gelegt.
Am Morgen dann wurde der Blütenteppich zur der Kapelle gebracht und mit Grün eingerahmt, die Ecken liebevoll mit Blüten verziert. Wie in den Jahren zuvor, engagiert sich der Frauenbund mit immer neuen Motiven.
Den Altar selbst, gedeckt mit weißen Tüchern und das vor ein Leinen an der Kapellenwand gehängte Kruzifix schmückten herrliche Pfingstrosen.
Die Arbeit war perfekt organisiert und es herrschte heitere Stimmung. Besonders, als in unmittelbarer Nachbarschaft überraschend Hühner entdeckt wurden. Niemand konnte sich erklären, woher in der Siedlung diese acht, neun Hühner kommen konnten. Was, wenn sie sich in der Zeit, in der das Bild unbeaufsichtigt war, darüber her machten?
Im Jahresverlauf ist das Fronleichnamsfest mit diesem prächtigen Schmuck von Altar und Blütenteppich ein besonderer Tag. Das hat schon lange Tradition. Aber nur weil es schon lange Tradition ist, ist es keinesfalls selbstverständlich und daher gebührt dem Frauenbund ein herzlicher Dank, wie auch der Kolpingfamilie, die sich das ganze Jahr über um die Kapelle kümmert, besonders Frau Resi Schenk.






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