Ich erwachte und fand mich im Dunkeln wieder, orientierungslos, und ich konnte mich nicht erinnern, wo ich war. Ich hörte Stimmen, viele Stimmen. Es waren wohl außer mir noch viele Menschen mit mir im Dunkeln. Ich war verwirrt, weil ich mir keinen Reim auf die Situation machen konnte.

Als ich mich bewegen wollte, fiel mir auf, dass das schwierig war. Es war eng, ungewöhnlich eng. Ich tastete und dann fand ich heraus, dass ich in einem Kasten steckte und es wurde mir bewusst, dass dieser leere Kasten ein Sarg war. Und plötzlich war mir klar, dass die Stimmen rund um mich von jenen stammten, die wie ich in Särgen stecken, nebeneinander, gestapelt. Es war eine Stadt im Dunkeln. Ich lag im Friedhof beerdigt.

Das schockierte mich eigenartigerweise nicht. Ich wusste, dass ich träumte. Luzides Träumen kenne ich seit meiner frühen Jugend. Angesichts der Enge, die mich einmal erwarten würde, nahm ich mir noch im Traum vor, mich auf das Nötigste zu beschränken, weil es ja nicht möglich sein würde irgendetwas mitzunehmen und es besser wäre, sich schon im Leben an die Enge zu gewöhnen und mit möglichst wenig auszukommen.

Als ich endgültig wach wurde, fing ich noch vor dem Frühstück an darüber nachzudenken, was ich brauche und was nicht, was ich weggeben würde. Der Traum begleitet mich seit meiner Jugend.

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