Gerate ich unter Druck, auf den ich nur mit Unterwerfung antworten kann, dann schwanke ich zwischen Fassungslosigkeit, Ärger und mitunter auch Wut.
Das Gebäudeenergiegesetz beispielsweise zwingt mich perspektivisch zu einem Verhalten, das in meinem konkreten Fall weder ökologisch, ökonomisch noch baukulturell Sinn macht und gerechtfertigt werden kann. Die Perspektive des Gesetzgebers, die sich selbst vor einer erforderlichen Gesamtbilanz der Folgen des Gesetzes verschließt, blickt jedoch nicht auf Einzelfälle. Härtefälle werden häufig als Kollateralfolgen eines höheren Ziels angesehen.
Möglichkeiten sich zur Wehr zu setzen gibt es wenige und die Aussichten damit etwas zu erreichen sind verschwindend. Was bleibt ist die Unterwerfung. Diese Unterwerfung kostet ein Vermögen, das zu meinen Lasten umverteilt wird.
© 2026 von Dr. Conrad Lienhardt
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