Neofaschisten wie Matteo Salvini, Marine Le Pen, Victor Orban und ihre Freunde wie HC Strache und seine Gesinnungsgenossen in der FPÖ, Meuthen und seine in der AfD haben Konjunktur - zumindest scheint es so. Was treibt solche Menschen und vor allem ihre Anhänger dazu, destruktiven Ideologien zu folgen?

Sieht man davon ab, dass es sogenannte ewig Gestrige gibt, besonders unter jenen, die zu der Zeit, die sie verklären noch gar nicht geboren waren und sich letztlich nur von Geschichtsklitterung nähren und von Tabubrüchen, Menschen mit einem großen Ego aber häufig wenig dahinter, Menschen, die sich als Verlierer fühlen und die hoffen, dass sie in rechtsnationalen, faschistischen Urständen etwas werden könnten - und seien es nur gut bezahlte Schläger und Pöbler, die ihre Wut und ihren Sadismus straffrei ausleben dürfen oder sich ungestraft bereichern könnten. Es gibt Karrieristen, die womöglich in anderen Kontexten problemlos in einer entgegengesetzten Weltanschauung ähnlich populistisch agieren würden, Karrieristen, für die Ideologie nur ein Vehikel ist, die eigene Bedeutungslosigkeit durch extreme Mittel und Haltungen aufzublähen und dabei bar jeglicher Moral und Ethik sind.

Ich bin fest davon überzeugt, dass solche Rotten keine Zukunft haben, denn das Scheitern ist diesen Ideologien inhärent. Sehr wohl aber können sie an die Macht kommen und Gesellschaften zerstören, großes Unheil bringen. Der Nationalsozialismus fieberte vom Dritten, einem tausendjährigen Reich, und schaffte dabei gerade einmal 12 Jahre nach der Machtergreifung. Aber er hinterließ mehr als 60 Millionen Tote in Europa.

Nur dumme Menschen glauben, dass sich Geschichte nicht wiederholen kann. Aber vor dummen Menschen habe ich Angst, denn gegen Dummheit war noch nie ein Kraut gewachsen und Einsicht ist bei vielen oftmals erst durch grandioses Scheitern möglich. Nur leider trifft dieses Scheitern eben nicht nur die Dummen.

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