Conrad's Blogs

Alle unter einem Dach

Von uns wird erwartet, dass wir bei Behördenanfragen digitale Dienste, beispielsweise via ID Austria oder eID, nutzen und unsere Anliegen digital abwickeln. Auch Unternehmen setzen zunehmend voraus, dass ihre Kundinnen und Kunden die digitalen Serviceleistungen nutzen, sei es über das Internet oder noch besser über eine Smartphone-App. Dabei wird jedoch übersehen, dass eine stetig wachsende Zahl älterer Menschen mit altersbedingten Einschränkungen ungewohnte digitale Aktivitäten, wie das Ausfüllen von Anträgen und Formularen oder das Konfigurieren des Kundenaccounts, meidet. Sie fühlen sich bei anspruchsvolleren transaktionalen Nutzungen überfordert.

Wer von Analphabetismus spricht, meint zunächst Menschen, die weder Lesen noch Schreiben gelernt haben. Darüber hinaus gibt es jedoch viele Menschen, die zwar Lesen und Schreiben gelernt haben, oftmals mehr recht als schlecht, die aber im Grunde Schwierigkeiten haben, das, was sie lesen, auch zu ver...

Spätestens seit der Bologna-Prozess in Gang gebracht wurde, kam der Begriff des Humankapitals auch in der Politik in Mode. Schon länger hatte er sich in neoliberalen Kontexten etabliert. In der globalen Wissensökonomie, so meint die OECD, sind die Kompetenzen, das Lernen, die Talente und die Eige...

Etwa 12 Prozent der Österreicherinnen haben große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, beziehungsweise können nicht lesen und schreiben. Zählt man jene Personen hinzu, die in Österreich leben, aber keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, so erhöht sich die Zahl an Analphabetinnen a...

Ein Fünftel der Österreicher_innen ist von Analphabetismus betroffen Analphabetismus ist kein Randphänomen. Analphabetismus wird in drei Stufen beschrieben:

  • Analphabetismus: Die Betroffenen haben nie Lesen und Schreiben gelernt (in Österreich immerhin 4 Prozent der Bevölkerung zwischen 16 und...