Die einen werden zur Kasse gebeten – schonungslos: mit Gebäudeenergiegesetz, CO₂-Steuer, steigenden Netzkosten und so fort. Die anderen machen weiter wie bisher: in großem Maßstab werden Böden nach wie vor versiegelt, wird ungebremst abgerissen und neugebaut, statt umgebaut und saniert, gibt es immer noch keine Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen und Landstraßen, werden weiterhin Straßen und Autobahnen gebaut und wird nach wie vor der Ausbau öffentlicher Verkehrsverbindungen vernachlässigt, von einer wirksamen Besteuerung des Flugtreibstoffs ganz abgesehen. Die Liste ließe sich verlängern.

Warum also belastet man so einseitig Bürger:innen der Mittelschicht und der Unterschicht? Wer profitiert von dieser Belastung? Vorweg die Bauindustrie, für die die gesetzlich faktisch erzwungenen Energiesanierungen einen wahren Geldregen bringen. Pro Quadratmeter muss man mit Kosten von 1.900 bis 2.800 Euro rechnen, was bei einer Wohnfläche von nur 120m² den enormen Betrag von bis zu EUR 336.000 bedeuten könnte.1 Das übersteigt im Regelfall den Verkehrswert einer solchen Immobilie deutlich. Damit ist das nicht wirtschaftlich für Eigentümer. Wo es gerade noch vertretbar ist, müssen sich Eigentümer über die Maßen verschulden. Profitieren tun auch die Banken, die die Kredite vergeben. Und natürlich der Staat – er kassiert doppelt: über die Mehrwertsteuer auf Sanierungen und die so angekurbelte Bauwirtschaft. Nennen wir es beim Namen: Das ist Abzocke. Gesetzlich geregelt. Im Namen des Klimaschutzes.

Da sich viele Hauseigentümer eine kostspielige Energiesanierung nicht leisten können, faktisch dazu gezwungen werden, bleibt ihnen im Grunde nicht viel anderes übrig, als ihre Immobilie zu verkaufen. Da das sehr viele trifft, kommen viele Immobilien auf den Markt, was den Verkehrswert drückt. Immobilienfirmen, Fonds, reiche Investoren kommen so sehr billig zu Immobilien, während sich die Verkäufer:innen von den Erlösen keine gleichwertige Wohnung kaufen können.

Das ist eine kalte Umverteilung. Der Staat scheint das zu unterstützen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Und er nimmt dabei billigend in Kauf, dass dies einem mittelbaren Eingriff in Privateigentum gleichkommt. Denn um nichts anderes als eine Form von Enteignung handelt es sich hier. Mehr noch: Er treibt durch gesetzliche Regelungen, wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG), diese Entwicklung an.

Erstellt am: 23.2.2026

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